Zeit des Abschieds

Früher war es üblich, dass im Falle eines Todes in der Nachbarschaft alle im „Trauerhaus“ zusammenkamen, mit Totenwache hielten, Essen brachten, halfen bei allem was nun auf die engsten Angehörigen zukam oder auch nur einfach DA – WAREN.

Und heute? Heute machen viele Menschen erst einmal einen großen Bogen um Trauernde. Man ist sprachlos. Der Tod gehört nicht mehr zum Leben. Man begegnet ihm im Alltag nicht mehr. Das macht unsicher. Man will nichts falsch machen. So bleiben Freunde, Nachbarn, Bekannte lieber auf Abstand. Es ist nicht böse gemeint, aber gerade im Versuch nichts falsch zu machen, versäumen sie das Wichtigste: Das „DA – SEIN“. Dabei kommt es genau darauf an. Diese Hilfe kann ganz praktisch sein, indem wir den Verstorbenen noch einmal gemeinsam waschen – ein besonderer Liebesdienst, der oft den Tod auch erst „begreifbar“ macht; Unterstützung anbieten bei Gesprächen mit dem Bestatter, zur Organisation der Trauerfeier, Planung der Abschiedsstunde, der Erstellung einer Kondolenzliste …

Nicht zu unterschätzen ist auch die Bedeutung des letzten Abschieds von dem Verstorbenen am Sarg. Es ist immer eine wichtige Handlung aber auch eine große und emotionale Belastung, gerade dann, wenn Sie noch einmal persönlich und “hautnah” Abschied von Ihrem Angehörigen nehmen wollen. Hier habe häufig begleitend zur Seite gestanden. Vielleicht zeigen auch Sie: DU BIST NICHT ALLEIN!