Auf dem Weg der Trauer…

Trauer ist sehr individuell, sehr persönlich und sehr intim und dennoch braucht sie die Möglichkeit, sich auszudrücken und mit anderen teilen zu können. Trauer ist keine Krankheit, aber sie kann krank machen. Auch wenn Verwandte, Freunde, Bekannte von Ihnen oft erwarten spätestens nach einigen Wochen oder dem „SechsWochenamt“ wieder zu funktionieren. Wie soll der Alltag gelebt werden, wenn lange nichts wieder so wie früher ist?. Nur wenn wir der Trauer Raum und Zeit geben, sie bewusst wahrnehmen und annehmen, lernen wir mit der Zeit den Verlust anzunehmen wie eine Prothese, die irgendwann ein Bestandteil von uns ist. Es geht darum einen Weg zu finden mit ihm zu leben, ein Leben, das wieder lebenswert ist. Ein Leben, dass evtl. sogar reicher und tiefer ist im verstärkten Bewusstsein seiner Endlichkeit.

Gerne habe ich die Menschen ein kleines Stück auf diesem Weg begleitet (und tue dies auch heute noch zeitweilig). Jedoch: Es ist Ihre Trauer – keiner trauert wie Sie! Jeder trauert auf seine Weise. Darum komme ich ohne fertiges Rezept. Ich zeige ich Ihnen nicht wie, wann, und wohin es geht auf dem Weg der Trauer, aber

Ich bin da – Ich höre zu –
und im Weinen, Sprechen, Schweigen, Erinnern, Nachspüren, sind Sie nicht allein.
Ich bin da wenn Sie dies möchten und es Ihnen gut tut.